Die Zukunft der Arbeit

Montag, 5. Oktober 2009

Der klassische Karriereweg, wie er vor 40 oder 50 Jahren noch war, ist längst passé. Damals bewarb man sich mit nur einem Schreiben in einer Firma, wurde eingestellt und blieb bis zur Rente. Irgendwann war es wichtig einen guten Schulabschluss zu haben, um an eine begehrte Stelle zu kommen, aber auch das scheint keine große Rolle mehr zu spielen. Studenden werden nur gern genommen, weil sie günstig sind und anspruchsloser. Neuabgänger bekommen auf Grund ihres schlechten Allgemeinwissens auch nicht mehr jede Stelle und werden entweder früh Mutter oder versuchen sich mit Bundeswehr oder sozialem Jahr zeitlich über Wasser zu halten.

So sieht es heute aus

Heutzutage zählt vor allem mehrjährige Berufserfahrung, aber bitte schon mit 25 und der Wille für einen Hungerlohn, zusätzlichen Überstunden und mit überdurchschnittlicher Leistung sich dem Unternehmer zum Sklaven zu machen. Dabei wird Druck ausgeübt, weil der Unternehmer ja das Geld liefert, was man ja so dringend braucht, um ganz normale Unterhaltskosten bezahlen zu können. Luxus ist da nicht drin…warum auch, wir sind jung und sollten nicht jammern. Das die meisten jungen Menschen demotiviert, resigniert und wissenslos von einem Job zum anderen springen, ist nicht weiter verwunderlich.

Eine junge Frau hat schon mal weniger Chancen, weil irgendwann das gebährfreudige Alter kommt. Hat Sie dann etwas für die Gesellschaft getan und ein Kind zur Welt gebracht, wird es unheimlich schwer für sie in die Berufswelt zurück zu kehren und muss sich mit einer begrenzten Anzahl von Jobmöglichkeiten zufrieden geben. Eigentlich will sie noch ein wenig Zeit mit ihrem Kind verbringen, aber das Geld vom Partner reicht schon lang nicht mehr aus, alles zahlen zu können, was gezahlt werden muss. Der Mann kommt in die schwierige Situation, das seine Leistung dafür nicht mehr ausreicht. Frustration vorprogrammiert.

Die meisten jungen Männer müssen irgendwann zur Bundeswehr und vergeuden 9 Monate oder länger wertvolle Zeit, um beruflich weiter zu kommen. Nach Bundeswehr und Studium beginnt die Anfangsphase in der Berufswelt und somit haben sie gerade mal mit 28 Jahren die Chance wirklich was für die höhere Karriere tun zu können. Mit 28 Jahren werden die Männer vielleicht sogar zum erstmal Vater und schon ist der Druck da.

Das ist die Zukunft

Job-Hopping wird in folgendem Artikel erläutert und ich muss sagen: so wie es dort steht, so trifft es hundertprozentig zu, nur nicht jeder Arbeitgeber hat es begriffen:

Achtung: Job-Hopping

Außerdem kann ich mir vorstellen, das bald jeder Arbeitnehmer sein eigener Unternehmer sein wird, selbstständig, privat versichert und mit den Arbeitgeber in einer Geschäftspartner-Beziehung stehend. Dieses Modell verlangt vor allem eins von beiden Seiten:

Arbeitgeber:

Dein Geschäftspartner (Arbeitnehmer) stellt sein Wissen zur Verfügung, um dein Unternehmen weiter entwickeln zu können. Für diese Dienstleistung zahlst du Geld und zwar ausreichend. Wer zu wenig zahlt verliert seinen Geschäftspartner schnell, weil der schon längst etwas anderes haben könnte. Ersparnisse hast du, weil du nur geleistete Stunden bezahlen musst, Urlaub und Krankheit sind nicht mehr deine Sache. Um deinen Geschäftspatner nicht zu verlieren, solltest du dich immer stets darum bemühen, nicht nur Geldgeber, sondern Unternehmer zu sein. Fair, mitwirkend, präzise in deinen Wünschen.

Arbeitnehmer:

Du hast die gleichen Rechte und Verpflichtungen, wie dein Arbeitgeber. Du finazierst dir deinen Urlaub und Krankheitstage selbst, dafür hast du aber das Recht zu entscheiden, wann du wieviel verdienen willst. Du kannst jederzeit neue Aufträge annehmen und wechseln, weil der Markt groß genug ist, du musst nur fleißig sein und nie auf deinem Stand zurückbleiben. Dein Wissen ist dein Kapital. Biete mehr als Andere.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Sehr viel intensiver wird momentan das Thema bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert. In Wikipedia wird es sehr schön beschrieben:

Bedingungsloses Grundeinkommen

Die Idee, das jeder ein Grundeinkommen hat und dann nur noch selbst entscheiden muss, ob er mehr verdienen will (also dafür arbeiten) finde ich gut. Natürlich hängt da noch mehr dran und muss gut durchdacht sein. Die Natur des Menschen bringt es mit sich, das er etwas tun will. Und wenn man Luxus haben will, dann ist das mit dem dazu-arbeiten auch möglich.

Was zählt für die Zukunft

Leben heißt lernen und das ohne Stop. Wenn man sich erstens etwas sucht, was man gern macht, darin Meister wird und immer weiter lernt, dann kann man viel erreichen. Zweitens sollte man immer den Kontakt zu Anderen suchen, auch außerhalb des eigentlichen Freundeskreis…“Vitamin B” (Beziehungen, Sozial Network) ist neben dem Expertenwissen und Geld auch ein wichtiger Faktor, um jetzt und in der Zukunft erfolgreich zu sein.

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Über Susannalyse

Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.

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Susann Nicklaus

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