Ich bin schockiert, völlig fassungslos und traurig zugleich. Folgender Artikel handelt von einem Projekt des bekannten Journalisten Günter Wallraff, der ein Jahr lang mit einer schwarzen Identität das Übel der noch offensichtlichen ausländerfeindlichen Haltung der Deutschen testet und ans Tageslicht bringt. Nach Sarrazins (Politiker) “Outing” als Rassist ist das nun für mich der endgültige Beweis, das ich in einer Welt lebe, wo es nicht mehr um Menschen geht, sondern um Klassifizierungen.
Kurzer Ausschnitt des Artikels:
"… Ich spüre, wie sich was zusammenbraut, einige heben die Hand zum Hitlergruß, und ich gehe zum Einsatzleiter der Polizei, der lässig an seinem Wagen lehnt. “Die sind alle hart drauf”, sage ich zu ihm, “die sind alle unheimlich, Faschos.” Seine Antwort: “Ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen.”
In diesem Augenblick spiele ich Vabanque, ich will wissen, wie weit diese Typen gehen. Und ich vertraue auf meine Fähigkeit, einen anderen durch meine Körpersprache oder auch nur durch ein einziges Wort oder eine Geste zu entwaffnen. Eine Begabung, die mir oft geholfen hat. Also steige ich in den voll besetzten Fanzug nach Dresden ein, den die Bahn bereitgestellt hat. Drinnen sitzen größtenteils junge Männer, aber auch einige junge Frauen. Es ist eng und laut, die Atmosphäre alkoholgeschwängert. Einige fangen an, mich zu stoßen, nach mir zu grapschen. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mich wehren muss, wenigstens mit Worten. Ich muss in die Offensive gehen …"
Dieser Link führt zum gesamten Text:
Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.
Susann Nicklaus
susann.nicklaus(at)ymail.com