Der Nocebo-Effekt

Dienstag, 26. Januar 2010

Von Placebos haben wir mittlerweile ja alle schon etwas gehört oder gelesen: kleine, meist runde Zuckerpillen, die als hochwirksame Medikamente angepriesen werden und die tatsächlich etwas im Körper des Menschen bewirken - doch eher im Gehirn, als im Körper, denn des Zaubers Trick wurde enthüllt: wenn man fest an etwas glaubt, dann wird es wahr.

Und was machen Nocebos?

Nocebos sind das Gegenteil von Placebos, das steht schon mal fest. Während Placebos positve Wirkungen auf den Körper haben (man wird also gesund), können Nocebos den Körper krank machen.

Das bekannteste Experiment: eine giftige Pflanze und eine gleichaussehende ungefährliche Variante wurden jeweils auf den rechten bzw. linken Arm eines Probanden verrieben. Links das ungesunde Grünzeugs, aber mit der Auskunft, dass ist die ungefährliche Pflanze und rechts das Ganze umgekehrt. Und was ist passiert? Der rechte Arm zeigte deutliche Vergiftungsspuren, obwohl die Pflanze ungiftig war und der linke Arm blieb bei den meisten Probanden gesund.

Kinder, die regelmäßig zu hören bekommen, dass man durch kalte Füße krank wird, werden auch im erwachsenem Alter stets Erkältungen deswegen bekommen, weil ihnen diese Worte regelrecht eingebrannt wurden. Das man aber sehrwohl auch bei kalten Füßen gesund bleiben kann, zeigen die persischen Bachtiaren, die tagelang barfuß im Schnee über einen Bergpass stapfen und nicht einmal dabei husten ;-) . Das wurde 1920 gefilmt.

Ich habe tatsächlich irgendwo gelesen, das man Kindern regelrecht schlechte Eigenschaften "einreden" kann: "Du bist echt dämlich!" "Du bist zu nichts zu gebrauchen!" "Du machst nur Ärger!" u.s.w.

Na hätten das meine Eltern mal vorher gewusst :-) ... nun ist es zu spät.

Der wichtigste Faktor bei der "Positivierung" ist das Bewußtsein über sich selbst: Wer bin ich? Was kann ich? Was kann ich nicht? Kann ich das wirklich nicht, oder habe ich es nur nicht richtig versucht/lange genug ausprobiert? Welche Vorzüge habe ich stattdessen?

Sich einzureden, das man etwas kann, obwohl vielleicht körperlich oder geistig man dazu noch nicht in der Lage ist, kann natürlich auch nach hinten losgehen. Aber nur ein klein wenig mehr in Richtung "ich muss nicht alles glauben, was man mir sagt" denken und wir kommen der Sache schon näher. An Tagen, wo alles wie am Schnürchen läuft, fühlt man sich auch körperlich pudelwohl - die gute Stimmung ist also nicht nur im Kopf.

Fassen wir zusammen: negative Gedanken schwächen den Körper und machen ihn krank - beeinflussen sogar den ganzen Apperat "Mensch" und was dein eigener Apperat braucht, weißt du jetzt: positive Gedanken. Nun musst du nur noch anfangen, alles Negative aus deinem Leben zu streichen.

1. Konzentriere dich auf das, was du kannst und mach daraus deine Berufung. Akzeptiere, dass du nicht perfekt bist und es auch gar nicht sein musst.

2. Danke jeden Tag deinem Körper, dass er so gut durchhält und deinen Geist erträgt (das meine ich ernst, viele von uns behandeln ihren Körper sehr schlecht: wenig Schlaf, ungesundes Essen, Rauchen etc.) - belohne dich und deinen Körper.

3. Hinterfrage und sammle für dich die Fakten, die du zu einem bestimmten Thema oder einer Aussage brauchst! Verlass dich nie auf das, was andere sagen, denn es ist deren Interpretation der Dinge und nicht deine.

4. Werde dir bewusst, das du deine Realität schaffst, denn niemand anderes weiß, wer du wirklich bist, was du kannst und was nicht, was du brauchst oder welche Entscheidung für dich, die Beste ist. Dementsprechend gib niemanden anderen Schuld für etwas, du trägst die volle Verantwortung - für alles was du tust, aber auch was du passiv nicht tust.

5. Umgib dich mit positiven Menschen, Orten oder Stimmungen! Das ist ansteckend und eindeutig gesund.

Übrigens: Jemanden anderes zu loben, hat den gleichen Effekt auf diese Person, er/sie fühlt sich gut und schafft sogar noch mehr. Das kann für so manchen Chef eine Überraschung sein - ja, motivierte Mitarbeiter sind produktiver und Motivaion schafft man durch positive Stimmung.

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Über Susannalyse

Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.

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