Die Angst vor dem Risiko

Sonntag, 31. Januar 2010

Einer neuer Abschnitt im Leben steht bevor - eine Veränderung - die so neu und unvertraut schon in Gedanken Adrenalin austößt und den Körper in einen wachen, aufgepushten Zustand bringt. Wer kennt das nicht? Oft sind wir noch unsicher und teilweise spüren wir sogar Angst. Diese Angst hat schon manchen einen Rückzieher machen lassen, so das derjenige nie erfahren konnte, wie es ist, wenn man gewohnte Pfade verlässt und "neues Land endeckt". Ein Risiko einzugehen, bedeutet für Viele endloses Abwägen, Nachdenken und Zeitverschwendung. Risikofreudige Menschen fallen vielleicht öfters mal hin, aber deren Leben ist voll von erfüllten Wünschen, Erfahrungen und Weisheit. Angst darf nicht unser Leben bestimmen, Angst schränkt ein.

Eine Freundin von mir steht vor der Entscheidung, in die Freiberuflichkeit zu gehen und Sie bat uns um Rat. Ich fragte Sie, was ihre größte Angst dabei ist. Ihre Unsicherheiten lagen vor allem darin, dass Sie das Risiko nicht einfach so eingehen wollte, weil nicht sicher war, ob nach dem jetzigen ersten Kunden, dananch weitere Aufträge vorhanden sind, damit Sie nicht in Existenzschwierigkeiten kommt. Eine berechtigte Sorge wenn man die jetztige Arbeits- bzw. Auftragsmarktlage anschaut.

Abgesehen davon, dass man in der Selbstständigkeit immer nach neuen Aufträgen schauen muss, selbst wenn man gerade gut beschäfftigt ist, wer sich vor finanzielle Schwierigkeiten scheut, wird schnell feststellen, dass gerade das deutsche Sozialsystem immer die Option offen lässt, für solche Fälle Geld vom Staat zu beziehen. Man ist hier jedenfalls nicht verloren. Sollte die finazielle Lage wirklich trastische Ausmaße annehmen, kann man immer noch den Rückzug in die Festeinstellung wählen.

Die Angst vor dem Risiko ist immer eine Frage vom Risiko selbst. Oft wird das Risiko höher eingeschätzt, als es letztendlich ist und wir Menschen neigen dazu "schwärzer" zu sehen, damit die Enttäuschung danach nicht so groß ist. Was für eine Selbstfesselung!

Informationen sammeln ist ein wichtiger Schritt, dabei nutzt man so viele unterschiedliche Quellen wie möglich. Im Fall meiner Freundin war es schon mal gut, dass sie sich bei Freunden erkundigt, die diesen Weg selbst schon gegangen sind. Direkt beim Amt Informationen einzuholen, hat den Vorteil sich rechtlich gut abzusichern. Das Internet bietet auch viele Antworten auf die typischen Fragen und Existenzgründerseminare bereiten einen sehr gut auf das Ziel Freiberuflichkeit/Selbstständigkeit vor. Hier sollte man nur darauf achten nicht an einem Tag abgefertigt zu werden und womöglich noch viel Geld dafür zu zahlen. Mein Existenzgründerseminar ging über mehrere Wochen (einmal in der Woche), dauerte jeweils einen ganzen Tag und kostete gar nichts. Ich hatte Glück, vom Amt unterstützt zu werden. Ist nur eine Frage der Recherche und Hartnäckigkeit.

Allgemein kann man bei zukünftigen, einschneidenden Veränderungen so vor gehen:

1. Ohne Emotionen Fakten sammeln,

2. evt. beraten lassen und

4. auf jeden Fall mal negative Erfahrungen oder Berichte ergründen, weil oft nicht das Problem bei der Sache an sich liegt, sondern bei dem, der sie nutzt.

Das Ganze sollte maximal 2 bis 3 Tage dauern, dann muss die Entscheidung gefallen sein. Vielleicht nutzt es ja was, wenn man sich extra einen Termin 3 Tage später vornimmt (sogar in den Kalender einträgt). Ist die Entscheidung ersteinmal gefallen, dann wird nichts mehr daran geändert, weil ein ewiges Hin und Her schlechter ist, als ein Risiko überhaupt einzugehen.

Zum Schluß bleibt nur zu sagen, dass uns das Leben reichlich beschenkt und wir nur zugreifen müssen. Angst ist der kleine Bruder, der uns das letzte Stück Schokolade nicht gönnt.

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Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.

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