Ängste hat jeder - zumindest habe ich noch keinen getroffen, der völlig angstfrei war: selbst der Härteste unter ihnen hatte am meisten Angst vor der Isolierung - man braucht mindestens einen Menschen, wo man sich sicher sein kann, dass er dich liebt (auf freundschaftlicher oder partnerschaftlichen Ebene).
Diese Ängste können manchmal sehr intensiv in Erscheinung treten, so dass sie blockieren und handlungsunfähig machen - man macht sich abhängig.
Als Kind hat man gern Gruselgeschichten gehört und konnte durch die Fantasie in Welten reisen, die dieses angenehme aber auch beängstigende Gefühl verursachten: Angst. Adrenalin - ein Stoff der beflügeln kann, aber auch oft das Gegenteil bewirkt: Lähmung, gefesselt von Emotionen und übertriebener Fantasie.
Angst ist eine Steigerung von Ehrfurcht und das wiederum ist ein Vielfaches von Respekt:
- Respekt hat man vor Menschen die etwas Besonderes leisten oder geleistet haben - ob nun körperlich oder mental
- Ehrfurcht hat man vor einer Naturgewalt, vor gefährlichen Tieren oder vor Krankheiten
- Angst hat man in Gefahrensituationen, wo das Leben auf dem Spiel steht.
So der Normalfall, aber irgendwie haben immer mehr Menschen Angst vor Dingen, wo sie eigentlich nur Ehrfurcht spüren müssten, oder manchmal auch einfach nur Respekt.
Existenzangst zum Beispiel: Wer schlaflose Nächte verbringt und das Essen vergisst, nur weil er irgendwo 100 € Schulden hat, der ist in seinen Emotionen und der übertriebenen Fantasie gefangen und kann wie bei einem eingeschränktes Sichtfeld nur einen Ausgang dieser Geschichte voraussehen: der Untergang der eigenen Existenz. Das kommt der Todesangst gleich, weil die Existenz unmittelbar daran hängt. Schulden zu haben ist zwar nicht gerade schön, aber noch lange nicht existenzbedrohend, weil der Überlebenswille unabhängig von Geld ist. Eine Lähmung würde sich hier durch Lethargie deutlich machen: statt zu handeln, wird nichts getan.
Oder die Angst vor Spinnen: Diese kleinen Tiere haben mehr Beine als das Auge im Alltag so gewöhnt ist (Unbekanntes wirkt befremdend und verursacht vorerst eine Aufmerksamkeitssteigerung und einen Adrenalinaustoß). Wenn man nicht gerade auf eine giftige Spinne tritt und diese sich nur wehrt, dann hat man gute Chancen, dass dieses winzige Wesen eher Todesangst hat und flüchtet. Aber erzählt das mal einem Spinnenphobiker.
Jetzt wird es etwas spezieller: Angst schafft also Blockaden und wenn man sich nicht von dieser Angst befreit, dann wird sie immer wieder Blockaden schaffen. Man ist abhängig von dieser Angst, sie beeinflusst unser Leben.
Wer blockiert ist, ist übrigens angreiffbar, machtlos und wehrlos - und manipulierbar. Wer eine Lösung hat, dich von einer Angst befreien zu können, wird deine Zustimmung bekommen und du begibst dich in eine andere Abhängigkeit - egal, was als Ergebnis herauskommt.
Schüre verdeckt Angst und stell dich dann als Problemlöser davor. Wenn du es geschickt machst, dann kannst du fordern und du bekommst, was du willst. ABER! Wundere dich nicht, wenn Einige nicht an deinen "Panikmache" glauben und sich nicht in deine Abhängigkeit begeben.
Damit komme ich zum eigentlichen Thema:
In den letzten Monaten und Jahren wurde durch die Medien immer wieder auf Gefahren aufmerksam gemacht und dabei Angst geschürt, so dass viele Menschen sich an alles klammerten, was vor dieser Gefahr schützt, egal was für neue Gefahren dabei herauskamen - Thema Schweinegrippe und die Impfskandale. Ich will da mal gar nicht so ins Detail gehen, sondern nur darauf hinweisen, dass man jede Mitteilung aus den Medien hinterfragen sollte. Wichtig ist vor allem zu erkennen, wann abgelenkt wird von anderen "Baustellen" und wann Hinweise fallen, die zweideutig übersetzt ein noch viel größeres Problem nach sich bringen. Werbespruchähnliche Manipulationen, die gezielt in eine andere Richtung lenken sollen sind auch nicht zu übersehen.
Angst macht abhängig und im schlimmsten Fall von den falschen Menschen oder Dingen - die, die diese Angst erst verursacht haben, nur um dich dann mit einer billigen Lösung in ihre gewünschte Richtung zu "locken".
Wer ist schon gern abhängig. Das gilt übrigens für alles, was über den schlichten menschlichen Bedarf hinausgeht. Ohne Handy, zum Beispiel, bekommen einige Menschen schon Panikattacken. Sie könnten ja einen wichtigen Anruf verpassen. Es gibt sogar Menschen, die Angst vor Langeweile haben und abhängig sind von ihrer Umgebung und den Dingen die da geschehen.
Doch bei all den psychischen Angsterkrankungen, die weit über das Normalverhalten hinausgehen, sind einige Nichterkrankte erstaunt, dass diese Angstpatienten so blockiert sind und erkennen dabei nicht, dass auch sie schon längst unbewusst mit Angst konfrontiert wurden - klammheimlich, während man die Zeitung gelesen oder die Nachrichten gehört hat. Blockaden spiegeln sich hier im Nichthinterfragen und "Zulassen" wieder, und vielleicht in dem naiven Glauben, dass die wissen, was richtig ist und wir eh nichts daran ändern können.
Angefangen von offensichtlichen kleineren Ängsten wie Spinnenphobie oder Flugangst über "Gruppenängste", die durch Wiederholen der Aussage durch das Weitersagen- und Verbreitungsprinzip zur "Infektion" führen kann bis hin zu psychischen Angsterkrankungen - Angst hat als Manipulationsmittel in den falschen Händen eine mächtige Funktion. Doch wenn man genauer hinsieht und unterscheiden kann, wann Angst angebracht und wann einfach nur Erfurcht oder Respekt sinnvoll ist, dann kann man auch schnell herausfiltern, wann einfach nur Angst künstlich erzeugt wird - und wenn sie künstlich erzeugt wird, welche Problemlösungen angeboten wird und wohin diese als nächstes führt - wenn möglich nicht in eine andere Abhängigkeit.
Übrigens:
Umgekehrt kann man auch sagen, das Abhängigkeiten neue "Ängste" verursachen. Wie wirkt man dagegen? Man macht sich so unabhängig wie möglich
Beispiel:
- keine Vertragsbindungen, folglich:
- Alternativen finden
Handyverträge, zum Beispiel, können durch Prepaidkarten ersetzt werden. Nicht jede Versicherung hat Sinn, weil die Wahrscheinlichkeit der vollen Ausschöpfung nicht groß ist und man somit jahrelang zahlt, aber sie nie nutzt. Damit kann man Geldfresser eingrenzen und Geldprobleme vermeiden. Existenzangst oder ähnliche Ängste werden somit minimiert.
Ich Denke, also bin ich! Mir geht viel im Kopf herum und, typisch Frau, fange ich an zu analysieren. Dabei entstehen ganz eigene Gedankengänge, meist sarkastisch angehaucht und mit etwas Ironie vervollständigt. Meine Welt ist anders als Deine, aber ab und zu trifft man sich auf einer Ebene und hier beginnt unsere Reise in "susannalyse" - vom Sinn und Unsinn im Leben.
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